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Grundversorgung von Inhaftierten im Lager Moria

„Meistens geht es um rechtliche Beratung und Unterstützung. Wir stellen den Kontakt zu Anwält*innen her und versuchen besonders prekäre Fälle zu erkennen, um die Menschen persönlich zu unterstützen. … Oft geht es aber auch nur darum, die Haftzeit etwas erträglicher zu machen, den Menschen zuzuhören oder ihnen praktische Unterstützung in Form von Alltagsdingen zukommen zu lassen.“

Das Camp Moria befindet sich auf der griechischen Insel Lesbos, 10 km von der Türkei entfernt. Es ist das größte Lager Europas, ein berüchtigter Hotspot, wo mehr als 20.000 Schutzsuchende theoretisch auf ihre Asylentscheidung warten – unter unmenschlichen Bedingungen. Innerhalb des Lagers steht das sogenannte „Pre-Removal-Center“, in dem etwa 180 Menschen inhaftiert sind. Die meisten von ihnen wurden bei ihrer Ankunft als sogenannte „Low-Profile-Refugees“ klassifiziert und bereits vor einem Asylverfahren aussortiert, weil ihre Chancen für eine Anerkennung als zu gering eingeschätzt wurden. Dazu kommen Menschen mit abgelehntem Antrag, die auf ihre Abschiebung warten. Die Versorgungslage ist katastrophal, Enge und Aussichtslosigkeit bestimmen den Alltag, Suizidgedanken sind an der Tagesordnung.

Die Initiativen Respekt für Griechenland und Volunteers for Lesvos versuchen im Kontext ihrer Anstrengungen in Moria, auch für die Inhaftierten eine minimale Versorgung mit dem Nötigsten sowie Beratung und Zugang zu medizinischer Versorgung zu erwirken. Stiftung :do gibt für die Beschaffung von Hygieneprodukten, Lebensmitteln und Handys 1500 Euro Zuschuss.

www.respekt-für-griechenland.de [1]