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Konferenz To be a refugee in Israel

Sie kommen aus dem Sudan, aus Eritrea oder anderen Kriegs- und Krisenregionen Nordostafrikas, oftmals traumatisiert, verfolgt, gezwungen zur Flucht. Etwa 60.000 Asylsuchende suchen derzeit in Israel Schutz und ein besseres Leben – und erfahren ein Leben in Armut, Ausgrenzung und Illegalisierung, ohne Zugang zu Bildung, Arbeit und Gesundheit. Ungeachtet der Mahnungen des UNHCR setzt die israelische Regierung seit 2012 ihre Politik der Ausgrenzung und Kriminalisierung fort und findet 2013 im neuen „anti-infiltration law“ ihre drakonische Antwort auf die afrikanischen Asylsuchenden: Das Gesetz erlaubt die Inhaftierung von Flüchtlingen ohne Gerichtsbeschluss für einen Zeitraum bis zu drei Jahren. Doch der Widerstand der Flüchtlinge formiert sich zunehmend und wird stärker, die Unterstützung und Solidarität in der Bevölkerung wächst – auch dank einiger israelischer Initiativen, die sich entschlossen für die Rechte der Flüchtlinge einsetzen.

Die Organisation The Hotline for Refugees and Migrants hat bereits 2010 begonnen, die afrikanischen Flüchtlinge in ihrem Kampf für mehr Rechte zu unterstützen und der wachsenden Fremdenfeindlichkeit in Israel wirkungsvolle lokale Programme entgegenzustellen. Zum World Refugee Day am 20. Juni lädt die Organisation jetzt zur  Konferenz To be a Refugee in Israel ein. Mit Angehörigen der Regierung und Sprechern der Flüchtlingsbewegung wird die israelische Politik und Gesetzgebung diskutiert. Der festgefahrene und einseitige Diskurs soll damit ein Stück weit geöffnet werden; den Flüchtlingen wird in der öffentlichen Debatte um ihr Schicksal selbst eine Stimme gegeben.

Die Konferenz findet am 20. Juni in Tel Aviv statt.

Die Stiftung :do unterstützt die Durchführung der Konferenz mit 2500 Euro.

www.hotline.org.il [1]