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Kurzfilmfestival: Das Recht auf ein besseres Leben (Ukraine)

Transkarpatien ist eine Vielvölkerregion, in der seit Jahrhunderten Bevölkerungsgruppen verschiedener ethnischer und religiöser Zugehörigkeit vergleichsweise gut zusammen leben. Seit den 90er Jahren gibt es ein neues Phänomen, auf das dort niemand richtig vorbereitet ist: Transkarpatien grenzt an vier EU-Mitgliedstaaten, davon drei Schengenländer: Polen, die Slowakei und Ungarn. Jährlich versuchen tausende Menschen aus Krisen- und Kriegsgebieten im Nahen Osten, den GUS-Staaten, Asien und Afrika, via dieser Grenzen nach Europa zu gelangen. Jährlich werden tausende Personen ohne Papiere von den ukrainischen Sicherheitskräften verhaftet, viele werden auch erst nach dem Grenzübertritt festgenommen und direkt wieder an die ukrainischen Grenzwächter übergeben. Die ukrainische Öffentlichkeit erfährt von den Transitflüchtlingen beinahe ausschließlich durch die Pressemitteilungen der Grenzwächter oder des Inlandsgeheimdienstes, die einen offen kriminalisierenden Diskurs pflegen.

2013 organisiert CAMZ bereits zum dritten Mal in Folge ein Kurzfilmfestival, bei dem sich junge Menschen, SchülerInnen und StudentInnen kritisch und kreativ mit dem Thema Migration und Flucht in ihrem Umfeld befassen. Die Erfahrung zeigt, dass es nicht nur bei der Erstellung neuer Filme, sondern auch beim Festival und der Verteilung der Filme über soziale Netzwerke eine enorme Beteiligung und Begeisterung gibt: Das Milieu solidarisch denkender und tätiger Menschen wird wirksam gestärkt, den Flüchtlingen wird in den Filmen eine Stimme gegeben, und eine breitere Öffentlichkeit erfährt einen neuen kreativen Zugang zur Thematik. Das Festival wird Anfang 2014 in Uschgorod stattfinden.

Die Stiftung :do unterstützt das Kurzfilmfestival mit einer Förderung über 4945 Euro.

www.cam-z.org/eng [1]