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Ein kommunales Antirassismuskonzept für Eberswalde

Ein Bündnis mehrerer antirassistischer Initiativen hat in 2012 in Eberswalde eine breite Debatte über antirassistisches Denken und Handeln auf lokaler Ebene ausgelöst, die 2013 in ein kommunales Antirassismuskonzept münden soll. Angestoßen wurde die Debatte durch die Kampagne Light me Amadeu, die sich für die Umbenennung einer Straße nach Amadeu Antonio einsetzt, einem angolanischen Vertragsarbeiter der DDR, der 1990 in jener Straße von einem weißen Mob erschlagen wurde.

Das Bündnis aus Jugendarbeit, migrantischen Selbstorganisationen, antirassistischen Kampagnen und der Bürgerstiftung hat die Frage nach einem übergreifenden Konzept auch öffentlicher Antirassismusarbeit auf die Agenda der Eberswalder Stadtverwaltung gebracht. In Form eines Antirassismuskonzepts sollen im Dialog zwischen Stadt und zivilgesellschaftlichen Gruppen drängende Fragen der Wahrnehmung von und des Umgangs mit Rassismus geklärt werden. Damit das Vorhaben keine reine Verwaltungsangelegenheit bleibt, organisiert das Bündnis die Beratung durch außenstehende ExpertInnen und regelmäßige Treffen der antirassistischen Gruppen, um die Erstellung des Antirassismuskonzepts kritisch mitzugestalten und als Chance für Eberswalde und für eine Stärkung ihrer Arbeit zu nutzen.

www.tolerantes_eberswalde.de [1]