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Veranstaltung: Perspektiven der europäischen Flüchtlingspolitik

Seit den politischen Umbrüchen in Nordafrika, die Ende 2010 begannen, ist die Europäische Flüchtlingspolitik unter Legitimitätsdruck geraten. Aber weiterhin steht das Bemühen um eine Abwehr von Zuwanderung durch die Militarisierung der Außengrenzen im Vordergrund. Uneinigkeit der EU-Mitgliedsstaaten über die Flüchtlingsfragen führte zu einer weiteren Verschlimmerung der humanitären Lage vor allem der Flüchtlinge, die in Italien und Griechenland ankommen und aufgrund des Dublin II-Abkommens dort festsitzen.

Durch den arabischen Frühling ist eine Demokratisierung der Flüchtlingspolitik auf die politische Tagesordnung gesetzt worden. Doch anstatt diese an humanitären Maßstäben auszurichten, verschärft Europa seine Abschottungspolitik. Verhandlungen zur Fortführung der Flüchtlingsabwehr mit den neuen Machthabern in Nordafrika finden bereits statt, Verträge werden geschlossen.

Die Veranstaltung in Nürnberg fragt nach den Möglichkeiten einer humanitären Neuausrichtung der Europäischen Asyl- und Flüchtlingspolitik. ReferentInnen aus der Flüchtlingsarbeit und den Rechtswissenschaften besetzen das Podium im Stadtteilzentrum desi für einen Diskussionsabend, der sich an Studierende und alle Interessierten richtet.

Die Veranstaltung ist aus einem Hochschulschwerpunkt „Interkulturelle Soziale Arbeit“ in Nürnberg an der Georg Simon Ohm Hochschule entstanden.

www.desi-nbg.de [1]

www.ohm-hochschule.de/sozialwissenschaften [2]