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(K)eine Rückkehr. Hoyerswerda revisited.

September 1991. Tagelange gewalttätige Angriffe auf mosambikanische VertragsarbeiterInnen der Lausitzer Braunkohle AG und ortsansässige MigrantInnen markieren den Beginn einer jahrelangen Serie rassistischer Angriffe und Brandanschläge durch neonazistische Gruppen – in Sachsen und in anderen Bundesländern im wiedervereinigten Deutschland. Ebenso wie der Mauerfall bedeutete auch Hoyerswerda eine Zäsur: Erstmals gab es in Deutschland wieder massive rassistische Ausschreitungen, die von weiten Teilen der Bevölkerung unterstützt wurden.

Im September 2011 reisen Betroffene der Anschläge von 1991 zum 20. Jahrestag gemeinsam nach Hoyerswerda. Auf zwei Veranstaltungen in Hoyerswerda und Berlin berichten sie anschließend von der gemeinsamen Rückkehr an den Ort des Verbrechens und von den Auswirkungen der Gewalttaten auf ihr weiteres Leben.

Die Biografien der drei Betroffenen und die gemeinsame Rückkehr nach Hoyerswerda bieten neuen Stoff zum Reflektieren und Nachdenken und zur Diskussion – und einen neuen Ansatz, die Erfahrungen von 1991 aus migrantischer Sicht in die antirassistische Bewegung heute einfließen zu lassen.

Organisiert wird das Projekt von einem Bündnis antifaschistischer und antirassistischer Initiativen aus Berlin, Träger ist die autifocus videowerkstatt e.V.

www.videowerkstatt.de [1]