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Il Mare di Mezzo – Das Meer zwischen uns (Übersetzung)

Der Journalist Gabriele del Grande ist 2008 und 2009 auf den Spuren der Flüchtlinge gereist, die über das Mittelmeer den Weg nach Europa suchen. In dem daraus entstandenen Buch Il Mare di Mezzo – Das Meer zwischen uns geht es jedoch um mehr als Fluchtgeschichten: Del Grande beschreibt die Kriminalisierung von Rettern auf dem Meer und die Verweigerung der Seenotrettung durch Staaten wie Italien und Malta. Die für viele Flüchtlinge tödlichen Folgen der immer rigider werdenden Europäischen Flüchtlingspolitik dokumentiert er an den tunesischen Küsten, auf dem Mittelmeer und den Europäischen Außengrenzen. Del Grande sammelte Zeugenaussagen von überlebenden Flüchtlingen, von Rettern auf See und von Hinterbliebenen, die keine Antwort bekommen auf die Fragen, wo ihre Angehörigen auf dem Weg nach Europa umgekommen oder verschollen sind.

„‚Il Mare di Mezzo’ ist ein wichtiger Beitrag zur Aufklärung darüber, was die Militarisierung der Grenzen und die Gewalt, mit der Menschen daran gehindert werden, ihr Land zu verlassen, für Folgen hat. Den Ängsten, die in Europa vor einer angeblichen Flüchtlingsinvasion geschürt werden, kann mit diesem Buch entgegen gearbeitet werden. Außerdem macht es deutlich, dass die von den Staaten ergriffenen Mittel nicht dazu führen, dass die Migration nachlässt.“

Das Buch ist in Italien 2010 im Verlag Infitnito Eidzioni erschienen und wurde in den ersten vier Monaten bereits zweimal neu aufgelegt. Gemeinsam mit Pro Asyl initiierte boderline-europe e.V. die Übersetzung des Buches ins Deutsche, deren erster Schritt von der Stiftung :do bereits in 2010 unterstützt wurde. Das Meer zwischen uns erscheint im September 2011.

www.borderline-europe.de [1]