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Dokumentation: Sans-Papier in Calais

Im März 2011 reiste die Gruppe CalaisMigrantSolidarity durch die Region Nord-Pais-de-Calais, um Interviews und informelle Gespräche mit wohnungslosen papierlosen Flüchtlingen über ihre Situation zu führen. Die Ergebnisse der Recherche und damit die Situation der Flüchtlinge entlang der französischen Ärmelkanalküste und vor allem in der Hafenstadt Calais werden in Form einer Broschüre dokumentiert.

Calais ist wegen brutaler Übergriffe durch die Polizei im letzten Jahrzehnt wiederholt in die Schlagzeilen geraten. Die gewaltsamen Räumungen der improvisierten Notunterkünfte und die alltäglichen Repression in der Stadt haben dazu geführt, dass sich die Flüchtlinge in den letzten Jahren entlang der Ärmelküste verteilt haben. In den ländlichen Gegenden sind sie aber noch schutzloser der Polizeigewalt ausgesetzt, die Versorgung mit Lebensmitteln, Notunterkünften und den Basisinformationen über ihre Rechte und Organisierung gestaltet sich deutlich schwieriger.

Im Rahmen des „Coast Project“ konnte die Solidaritätsarbeit in und um Calais herum ausgeweitet werden. In Zusammenarbeit mit humanitären Hilfsorganisationen suchen die AktivistInnen des Netzwerks CalaisMigrantSolidarity den Kontakt zu den Flüchtlingen entlang der Küste. Gemeinsamer Widerstand gegen Gewalt an den Flüchtlingen, Aktionen für die Stärkung ihrer Rechte und öffentliche Skandalisierung der Repression sind die wichtigsten Ziele der Arbeit.

Die Broschüre, die Anfang 2012 erscheint, stellt einen wichtigen Baustein dar, um Veranstaltungen zum Thema zu machen, zur Vernetzung und Solidarisierung in Nordfrankreich und darüber hinaus. Sie wird in Deutsch, Englisch, Französisch und Niederländisch erscheinen, gedruckt sowie als pdf zum Download.

www.calaismigrantsolidarity.wordpress.com [1]