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Einladung von Astrid Mukendi und Sekou Camara (Marokko)

Der Flüchtlingsrat Hamburg hat im Sommer 2010 die beiden GründerInnen der Vereinigung aller Flüchtlinge in Marokko RTRM (Rassemblement de Tous les Refugiés au Maroc) nach Deutschland eingeladen. Astrid Mukendi und Sekou Camara waren auf diversen bundesweiten Veranstaltungen als ReferentInnen zu Erfahrungen von Frauen und Kindern auf der Flucht und zum Schutz der Rechte von Flüchtlingen vorgesehen.

Die Reise konnten sie jedoch nicht antreten, da sie keine Visa erteilt bekamen. Die beiden Eingeladenen verfügten, wie alle vom UNHCR anerkannten Flüchtlinge in Marokko, nicht über eine Aufenthalts- und Reiseerlaubnis. Trotz diverser Vorsprachen der beiden Flüchtlinge bei der deutschen Botschaft in Rabat und beim UNHCR, der überraschend seine Unterstützung zusagte; trotz wiederholter Vorstöße durch den Flüchtlingsrat bei den zuständigen Stellen konnte keine Reiseerlaubnis erwirkt werden.

UNHCR Deutschland teilte abschließend mit: „Marokko gestattet Mandatsflüchtlingen nicht automatisch die Wiedereinreise, da sie de jure als „illegale Migranten“ betrachtet werden. Aus diesem Grund sind die potentiellen Zielstaaten in der Regel auch nicht bereit, Einreisevisa und entsprechende Reisedokumente auszustellen.“

Anstelle von Astrid Mukendi und Sekou Camara konnte Emmanuel Mbolela, anerkannter Flüchtling der Demokratischen Republik Kongo, als Referent zu den gedachten Veranstaltungen, unter anderem zum Karawane-Festival in Jena, aus den Niederlanden anreisen. In Jena eröffnete Emmanuel Mbolela das Festival und berichtete über die Situation in Marokko, wo er selbst vier Jahre lang als Flüchtling lebte.

www.fluechtlingsrat-hamburg.de [1]