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Aus- und Fortbildung für immigrierte LandarbeiterInnen in Andalusien

Die Provinz Almería in Andalusien ist das größte Anbaugebiet für Gemüse unter Plastik in Europa. Geerntet wird das ganze Jahr. In den letzten Jahren sorgten einige der Großunternehmer wegen des massiven Einsatzes von Pestiziden und der Ausbeutung von ArbeitsimmigrantInnen für Schlagzeilen: Mehr als 100.000 Beschäftigte pro Jahr leben unter prekärsten Bedingungen und arbeiten für niedrigste Löhne. Viele haben keine Aufenthaltsgenehmigung, arbeiten ohne vertragliche Rechte und sind der Willkür der Unternehmer ausgeliefert.

Die Andalusische Landarbeitergewerkschaft SOC setzt sich seit dem Jahr 2000 für die Rechte der ErntehelferInnen in der Region ein. In mehreren Zentren bietet sie rechtliche und soziale Unterstützung in den Bereichen Arbeits- und Aufenthaltsrecht, rassistische Übergriffe, polizeiliche Repression, Wohnungssuche, Gesundheit und Ausbildung an. Die Arbeit, die bisher von einer kleinen Gruppe von GewerkschafterInnen koordiniert wird, wird durch den psychosozialen Druck, der auf den ArbeiterInnen lastet, das ständige Kommen und Gehen und die zerstreuten Unterkünfte erschwert.

Die SOC hat deshalb ein mehrmonatiges Programm aufgelegt, das beginnend in 2011 junge MigrantInnen für die Verteidigung ihrer Rechte ausbildet. Sie werden mit theoretischen und praktischen Aspekten gewerkschaftlicher Arbeit vertraut gemacht und sollen lernen, eigene lokale Gruppen zu organisieren und auf diesem Weg eine breitere Basis für die Unterstützung der ArbeiterInnen aufzubauen.