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Pilotprojekt: Rechtliche Beratung von Flüchtlingen im Haftlager Pagani, Lesbos/Griechenland

Im zweiten Halbjahr 2008 startet Pro Asyl gemeinsam mit dem Ecumencial Refugee Program in Griechenland ein Projekt, um die Situation der standardmäßig als „illegal eingereist“ bezeichneten Flüchtlinge im Haftlager Pagani auf Lesbos zu verbessern. Eine Anwältin ist dort im Einsatz, unterstützt von einem Übersetzer. Es zeichnet sich sehr schnell ab, dass die organisierte Hilfe durch die Anwältin nicht ausreichte, so dass Pro Asyl ein zweijähriges Projekt ins Leben rief, um diese Arbeit auszubauen. Die Stundenzahl für die Anwältin und den Übersetzer werden jetzt erheblich erhöht, um überhaupt zu ermöglichen, dass rechtlich gegen das Unrecht vorgegangen werden kann. Pro Asyl schwebt vor, die Einzelverfahren gegen rechtswidrige Inhaftierungen bis vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrecht zu bringen.

Griechenland ist für Flüchtlinge aus dem Irak und Afghanistan das Nadelöhr nach Zentraleuropa. Allein im Juli 2008 kommen nach Recherchen von Pro Asyl 1600 Flüchtlinge auf Lesbos an, die meisten aus Afghanistan. Sie alle werden ins Haftlager Pagani verbracht, unter ihnen sind sehr viele minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge und Frauen mit kleinen Kindern oder Schwangere.

www.proasyl.de [1]