• Refugees Emancipation e.V.

    Internetcafés in Flüchtlingsunterkünften

    Beginn: 2014

    Gegründet von 20 Flüchtlingen arbeitet die Initiative Refugees Emancipation seit 2001 in Berlin und Brandenburg. Das Ziel: Zugänge zum Internet schaffen und Computerkenntnisse für Geflüchtete vermitteln – vor allem auch in den entlegenen Unterkünften, die verteilt über den Flächenstaat Brandenburg liegen.

    Bisher gibt es Internetcafés in sieben Unterkünften, die von vorher ausgebildeten BewohnerInnen selbst geleitet werden. Ehrenamtliche MitarbeiterInnen des Vereins organisieren die Hardware und bieten Schulungen für die Geflüchteten an.

    Mit einem sehr einfachen aber wirkungsvollen Konzept wirkt die Initiative den in vielen Bereichen bestehenden Abhängigkeiten der Flüchtlinge entgegen. Nicht nur der Zugang zu Informationen und Vernetzung über das Internet ermöglichen mehr Selbstbestimmung: Auch die Weiterbildung und aktive Mitgestaltung der Angebote bis hin zur unabhängigen Organisation schaffen größtmögliche Selbstkontrolle über die eigenen Aktivitäten: Vor dem Hintergrund der langen, oft mehrjährigen Wartezeiten bis zur Entscheidung über ein Asylverfahren gibt das Projekt eine Chance, der Isolation, Abhängigkeit und Passivität zu entfliehen. Der Aufbau der Cafés wird maßgeblich selbst von Geflüchteten geleistet, die nach der eigenen Erfahrung Hilfe zur Selbsthilfe auf den Weg bringen.

    Stiftung :do ist von dem Konzept der selbstverwalteten Internetcafés sehr überzeugt und unterstützt die Anschaffung von Materialien und Fahrtkosten in 2014 mit 2500 Euro.

    www.refugeesemancipation.com