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Klima-Karawane in Bangladesh

Im November/ Dezember 2011 reist eine internationale Karawane zu Klima, Gender und Ernährungssouveränität und Migration durch Bangladesh. Organisiert wird sie von der Bangladesh Krishok Federation (BKF), die 1,5 Millionen Kleinbauern in Bangladesh organisiert, und der Bangladesh Kishani Sabha (KKS), die innerhalb der BKF frauenspezifische Themen aufgreift. Unterstützt werden diese beiden Organisationen vom Umweltzentrum Münster, das 2009 die „Handel Macht Klima – Karawane“ organisiere.

Die Karawane behandelt aktuelle und drängende Themen für soziale Bewegungen in Südasien: Die Folgen des Klimawandels, politische Artikulation der Forderung nach Ernäh- rungssouveränität, Stärkung von Kleinbauern und – bäuerinnen, von indigenen Gemeinschaften, Fischerei-Communities und Landlosenbewegungen.

Die Karawane wird 18 Stationen von Nord nach Süd in 20 Tagen anfahren. Geplant sind an jeder Station sowohl Informationsveranstaltungen als auch Trainings und Weiterbildung zur Strategieentwicklung für die verschiedenen Gruppen von Betroffenen: Kleinbauern und –bäuerinnen, Frauenorganisationen, indigene Bevölkerung und ArbeiterInnen der lokalen Industrien.

Die Stiftung :do unterstützt die Karawane, weil der Klimawandel eine immer bedeutendere Rolle als globale Fluchtursache spielt. Aus dem dicht besiedelten Bangladesh werden zukünftig große Migrationsbewegungen erwartet: 30 Millionen Menschen werden in den nächsten vier Jahrzehnten durch den Klimawandel zu Flüchtlingen. Deshalb verstehen wir die Karawane als ein migrationspolitisches Projekt, das an den Fluchtursachen ansetzt und den Betroffenen mit sehr konkreten emanzipatorischen Unterstützungsmaßnahmen hilft.