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Erzählcafé

Die Gesamtschule Else Lasker-Schüler in Wuppertal hat in Zusammenarbeit mit dem Berliner Bündnis für Demokratie und Toleranz das Projekt „Schule ohne Rassismus“ initiiert, das sich vor dem Hintergrund wachsender Konflikte unter SchülerInnen mit Fragen von Nationalität und Identität befasst.

„Viele SchülerInnen berichten von Konflikten mit ihren MitschülerInnen aufgrund nationaler oder religiöser Zugehörigkeit (Moslems contra Christen oder vor allem Juden, Serben contra Kroaten, Türken contra Kurden usw.). Sie berichten ebenfalls davon, dass sie diese Konflikte als Belastung empfinden und sich eine andere Lösung wünschen als Beleidigungen und Handgreiflichkeiten. Einige möchten die Ursachen für diese Konflikte verstehen.“

Das Pilotprojekt Erzählcafé greift diese Bedürfnisse der SchülerInnen auf. Vier Veranstaltungen, die während der regulären Unterrichtszeiten in der Schule stattfinden, bieten Raum für thematische Begegnungen zwischen SchülerInnen und Menschen, die die Problematik der vorliegenden Konflikte ebenfalls erlebt und erkannt haben, darüber geschrieben, gesungen oder anders gearbeitet haben und die einen Lösungsweg aufzeigen können: Musiker, Autoren aber auch ehemalige Zwangsarbeiter als Zeitzeugen rassistischer Gewalt und AktivistInnen aus aktuellen Kampagnen. Im Januar 2011 findet das erste Erzählcafé mit Mitgliedern einer kongolesischen Musikgruppe statt, die sich teilweise selbst von der Schule kommend in ihren Songs mit den Problemen des Alltags auseinandersetzen.

An dem Erzählcafé können Klassenverbände der Oberstufe teilnehmen, die im Rahmen des Unterrichts auch eine Vor- und Nachbereitung der Veranstaltungen organisieren.