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Karawane-Festival

Im Sommer 2010 veranstaltet ein breites Bündnis von Initiativen, die sich für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen einsetzen, ein großes Festival im thüringischen Jena. Die Idee: Ein Zusammenkommen, Kennen lernen und Austauschen von möglichst vielen Projekten und Einzelpersonen mit dem gemeinsamen Ziel, die Situation von Flüchtlingen in Deutschland und Europa öffentlich anzuklagen. Die wichtigsten Themen sind die Abschaffung der Residenzpflicht und die Schließung von Sammelunterkünften.

Das Festival umfasst ein breites Programm mit inhaltlichen Beiträgen, Diskussionen, Theater, Aktionskunst und viel Musik. Der Höhepunkt ist ein „Trauermarsch“ durch die Jenaer Innenstadt, eine große Parade mit eigens dafür gefertigten Masken aus Nigeria zum Gedenken an die Flüchtlinge, die auf dem Mittelmeer und an den EU-Außengrenzen starben.

Statt der erwarteten 1000 Gäste zählten die Veranstalter bis zu 2000 TeilnehmerInnen, darunter Flüchtlinge aus Sierra Leone, dem Kongo, der Elfenbeinküste und anderen afrikanischen Staaten, aber auch Kurden aus der Türkei und Palästinenser aus Gaza. Das Festival wird als großer Erfolg für die Vernetzung, Energetisierung und Mobilisierung für die Bewegung gewertet.

Hier werden wir ernst genommen, hier können wir Kraft tanken. Es ist ein Gefühl von Freiheit.“ (Flüchtling aus einem Lager in Halberstadt)

Das 1994 von politischen Flüchtlingen und AktivistInnen gegründete Netzwerk „The Voice Refugee Forum“ engagiert sich seit 15 Jahren gegen die Verletzung von Menschenrechten vor allem in Deutschland, aber auch in den Heimatländern der Flüchtlinge. Seit 1998 ist „The Voice“ im Netzwerk „Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen“ aktiv.

www.thevoiceforum.org [1]